29. Oktober 2018

Austausch

Nach der einwöchigen Wanderung zum Poon Hill ging es zurück nach Pokhara. Vom Dach unserer Unterkunft konnten wir bei der Morgenrunde nochmal einen fantastischen Ausblick auf die Berggipfel genießen, bevor es in einer achtstündigen Busfahrt zurück in das rund 200 km entfernte Kathmandu ging.

In Kathmandu angekommen bezogen wir unsere Unterkunft im leerstehenden Stockwerk eines Hauses, in dem auch der Onkel von Naresh, einem der Leiter der nepalesischen Pfadfinderleiter, wohnt und das der Onkel uns während der Zeit in Kathmandu zur Verfügung stellte.

Am folgenden Tag stand ein Kulturaustausch in einer nepalesischen Schule auf dem Programm. Hier trafen wir viele der Pfadfinderinnen und Pfadfinder wieder, die im letzten Jahr das Bundeslager und uns in Aurich besucht hatten. Das Programm begann mit einer Versprechensfeier der nepalesischen Pfadfinder. Danach gab es erst einmal etwas zu essen, bevor es mit Tänzen, Musikdarbietungen und offiziellen Reden weiterging. Wir hatten neben einigen plattdeutschen Liedern eine Korbpolka vorbereitet, bei der alle mitmachen konnten und die das ganze Programm etwas auflockerte.

Am nächsten Tag ging es dann in das Pfadfinderzentrum nach Kakani. Dort verbrachten wir die nächsten Tage in einem gemeinsamen Lager mit den nepalesischen Pfadfindern. Wir ließen es uns nicht nehmen unsere Kohten mit Blick auf die Gipfel der Langtang-Range aufzubauen. Das Programm wurde im Wechsel vorbereitet – erst von der deutschen, dann von der nepalesischen Seite. Während wir die Tage etwas gelassener angingen und nach dem Aufstehen um 8 Uhr mit einer Morgenrunde begannen, sah der nepalesische Programmplan das Wecken um 6 Uhr mit anschließendem Morgensport und Zeltinspektion vor.

Wir starteten das Lager mit einem Workshop zum Basteln von Namensschildern und einem internationalen Postenlauf, um beide Länder und die verschiedenen Lebensweisen zu vergleichen und kennenzulernen. Wir Vaganten hatten dann für die beiden folgenden Tage noch eine Lagerolympiade und ein Geländespiel vorbereitet. Die Nepalesen organisierten als Programmpunkte u. a. eine Seilbahn und eine Kletter- und Abseil-Workshop sowie Ausflüge in die nähere Umgebung des Pfadfinderzentrums. Die Abende klangen jeweils in der Scout-Hall des Pfadfinderzentrums mit einigen Spielen und Liedern aus.

Wie beim Programm wechselten wir uns auch bei der Essensvorbereitung ab. So kam es, dass Müsli, Kartoffelpüree und Klüchie/Klütje/Hüdel bzw. Mehlpütt das regelmäßige Dal Bhat ablösten. Außerdem wurden wohl erstmals auf nepalesischem Boden Neujahrswaffeleisen in Betrieb genommen und unzählige Neujahrskuchen gebacken.

Der letzte Abend des Lagers endete dann mit einem Campfire, bei dem wir auch die Korbpolka nochmal wiederaufleben ließen. Am nächsten Tag ging es dann zurück nach Kathmandu.

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